Ein Vierteljahrhundert bei Ströbele

Nach fast 25 Jahren verabschiedet sich Agnes von der Ströbele-Bühne. Sie feiert ihren wohlverdienten Ruhestand. Technisch und strukturell hat sich in dieser Zeit einiges geändert. Nur Agnes ist immer die Gleiche geblieben: Aufgestellt, fleissig und energiegeladen.

Vreni Bosshart war es, die das eingefädelt hat und Agnes Barisic zu uns holte. Das war vor 25 Jahren. Als ich ihren Lebenslauf vor gesammelter Runde vortrage, laufen Agnes Tränen übers Gesicht. Wir haben am Freitag Agnes Abschied gefeiert. Also, dass Sie mich richtig verstehen: Wir haben nicht gefeiert, dass sie weg ist, vielmehr feierten wir ihren unermüdlichen Einsatz für die Firma. Freiwillig hätten wir sie gar nicht gehen lassen, aber gegen den wohlverdienten Ruhestand waren wir machtlos.

Ihr erster Arbeitstag war der 17. Oktober 1989, als die Berliner Mauer fiel, Steffi Graf und Boris Becker das Einzel in Wimbledon gewannen und die erste Simson-Folge in den USA über die Bildschirme flimmerte. Und es war das Jahr, in dem Andrea und ich geheiratet haben. Also einen fulminanteren Start hätte sich Agnes wohl nicht aussuchen können.

Damals war die Abteilung Ausrüsten noch im Erdgeschoss, Agnes vervollständigte das Team dreier Frauen und freundete sich schnell mit ihnen an. Nur einer war anfangs gegen Agnes: Antonio, ihr direkter Vorgesetzter. Er wollte eigentlich einen kräftigen Mann im Frauenteam, der anpacken kann. Aber Agnes liess sich davon nicht beirren. Mit ihren geschickten Händen wickelte sie Antonio schnell um den Finger.

In den letzten 25 Jahren hat sich für Agnes vieles verändert: Von der Neckar zur Stitch-Maschine, der Umzug vom Erd- ins Untergeschoss, fünf Chefs und neue Teamkollegen. Nur zwei Dinge haben sich in all den Jahren nie geändert: Antonio als ihr direkter Vorgesetzter und Agnes Einstellung zur Arbeit. Sie begegnete den Ströbelianern stets mit einem Lächeln, für keine Arbeit war sie sich zu schade und bei Notfällen war sie immer abrufbereit. «Agnes, du warst eine tolle Mitarbeiterin und ich bin so froh, kam damals kein kräftiger Mann, sondern du an diese Stelle. Du wirst uns sehr fehlen». Antonios Abschlussworten kann ich nur beipflichten. Agnes, wir wünschen dir für den neuen Lebensabschnitt alles Gute.

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