Ein wirksames Instrument

Unter Journalisten ist er verpönt, in Unternehmen beliebt. Diese Situation macht es für ihn nicht gerade einfach. Aber hat der Pressetext die Redaktion überzeugt, ist er nicht mehr zu bremsen. Vorausgesetzt, er beachtet bestimmte Regeln.

Viele Unternehmen sparen bei der Inseratewerbung. Sie denken, der Gratis-PR wird es schon richten. Aber das tut er nicht. Ausser man hat gerade die Sensationsnachricht im Köcher, was eher selten der Fall ist. Nein, die Ansprüche an einen PR-Text sind weit höher als man annimmt. Das hat auch seinen guten Grund: Zeitungen können nur existieren,  wenn sie Werbeeinnahmen generieren. Ergo brauchen sie Inserate statt Gratismeldungen. Bis also ein «Gratis-PR» die Redaktion überzeugt, bedarf es einiger Regeln zu beachten:

1. Ein gehaltvoller Inhalt
Ohne interessanten, fundierten Inhalt keine PR-Veröffentlichung. Eine goldene Regel in der Pressearbeit – und auch die Wichtigste. Es gilt, sich genau zu überlegen, welche Informationen eines Unternehmens für Redaktionen und deren Leser relevant sein könnten. Das heisst: Nur mit interessanten Themen wird man die ohnehin schon knapp bemessene Aufmerksamkeit des gestressten Redaktors ergattern.

Zum Inhalt gesellt sich eine weitere Regel:
Nur eine Botschaft pro Text.

Es bringt nichts, alles auf einmal in die Pressemitteilung hinein packen zu wollen. «Wir haben bald Tag der offenen Tür, einen neuen Mitarbeiter und die Produktion eines Prototyps ist auch noch am Laufen.» Ja, was denn nun genau? Die Botschaften sind dem Redaktor portionenweise zu liefern. Artikel um Artikel. Er wird sich nämlich nicht die Mühe machen, alles aufzusplitten, nachzufragen und daraus drei Texte zu verfassen.

2. Fehlerfrei
Klar, praktisch jede Redaktion besitzt ein Korrektorat. Mein Tipp dazu: Lieber einen sauberen, fehlerfreien Text senden. Das wirkt professioneller und erleichtert dem Redaktor die Arbeit. Und genau das bringt Ihnen Zusatzpunkte ein.

3. Begleitschreiben
Die Pressemitteilung wird in der Regel per Mail verschickt. Deshalb unbedingt darauf achten, einen einladenden und klaren Betreff zu formulieren, damit das Auge des Redaktors sofort auf Ihre Botschaft springt. Dazu ein paar freundliche Zeilen, die kurz darüber informieren, was im angehängten PR-Text steht.

4. Sorgfältige Medienwahl
Über 100 Zeitungen und über 2‘000 Zeitschriften zählt die Medienlandschaft Schweiz. Aber nicht alle interessiert dieselbe Information. Dazu kommt: So wie Unternehmen verschiedene Zielgruppen ansprechen, haben Medien eine unterschiedliche Leserschaft. Die passenden Medien sind sorgfältig auszuwählen. Abgestimmt auf die eigene Zielgruppe und die Leser des Mediums.

5. Nachfassen
Gegen das Nachfragen ist prinzipiell nichts einzuwenden, da Redaktionen zahllose Meldungen pro Tag bearbeiten müssen und dementsprechend manche Mails aus den Augen verlieren. Aber dabei gilt zu beachten: Nachfragen und nicht nachbohren. Es nützt nichts, jeden Tag anzurufen. Das nervt den Redaktor nur und er wird sich dagegen entscheiden. Mag der PR-Text noch so spannend sein.

Bleibt noch eine wichtige Frage zurück:
Warum braucht es die Pressearbeit? Die Antwort lautet:

  • Neue Kunden gewinnen
  • Marktpräsenz stärken
  • Bekanntheitsgrad steigern
  • Glaubwürdigkeit gewinnen oder erhöhen
  • Streuverluste vermeiden
  • Geringe Kosten – grosse Wirkung

Im Wettbewerb um Kunden geht es darum, die eigene Unternehmensbotschaft wirksam zu vermitteln und sich von der Konkurrenz abzuheben. Dies gelingt mit professioneller Pressearbeit, sofern die richtigen Themen in den richtigen Medien veröffentlicht werden.

Ein paar weitere Tipps liefert das PR_Konzept.

3 Gedanken zu „Ein wirksames Instrument“

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