Frage 16: Printmedien oder Web?

So plakativ wie die Frage gestellt ist, kann sie natürlich nicht beantwortet werden. Denn «Printmedien oder Web?» ist keine Frage von Entweder – Oder, sondern eine Frage der Orchestrierung. Denn: Ohne Web geht längst nichts mehr – es geht aber auch nicht ohne Print.

Das Internet als Gefäss und Basistechnologie für Firmenwebsites, Newsportale, Soziale Netzwerke und einer Vielzahl webbasierender Dienste hat Print als Leitmedium längst abgelöst. «Web first» heisst die Devise. Das heisst: Informationen und neue Angebote werden als Erstes im Web abgebildet. Sicher bei Unternehmen und Kampagnen, die sich an eine breite, oft internationale Öffentlichkeit wenden. Und bei ganz jungen Firmen.

Die neuen Kanäle rücken aber auch bei regional wirkenden KMUs immer stärker ins Zentrum. Eine Website hat heute jedes Unternehmen, und auch bei KMUs setzt sich der «Web-first-Gedanke» mehr und mehr durch. Denn, stehen die Gefässe einmal, geht das schnell und fast ohne Kosten. Ein Prospekt, als Beispiel, muss neu gedruckt werden sobald sich ein wichtiges Detail ändert. Eine Website ist im Handumdrehen wieder auf dem neuesten Stand. Ein weiterer Vorteil: Theoretisch kann sie jeder Mensch mit Internetanschluss jederzeit sehen. Das kann ein Printprodukt nicht.

Dennoch: Es geht nicht ohne Print, und das aus mehreren Gründen. Noch immer gelten gedruckte Inhalte als vertrauenswürdiger als digitale. Und: Eine saubere Drucksache wird als besonders wertig empfunden. So bieten Printprodukte, gerade in einem zunehmend digitalen Umfeld, eine wirkungsvolle Möglichkeit, sich zu differenzieren.

Nicht zu vergessen: Nicht jede Zielgruppe ist gleich webaffin. Und selbst webaffine Menschen sind nicht pausenlos online. Oft ist ein Inserat im richtigen Titel oder ein Flyer, am rechten Ort verteilt, der direkteste Weg zum Kunden.

Richtig spannend wird es natürlich da, wo On- und Offlinemedien clever orchestriert sind und potenziellen Kunden verschiedene Berührungspunkte bieten. Ein jüngeres Beispiel aus der Ströbele-Küche ist eine Kampagne für den Autogewerbeverband Schweiz (AGVS) Sektion Thurgau. Konventionelle Inserate und Drucksachen sind hier clever mit einer Microsite, einer Facebook-Fanpage und mit Facebook-Werbung verknüpft. Das eine führt zum anderen. Und jede Massnahme – online oder offline – bietet eine mögliche Eintrittspforte. So sind Print- und Onlinemedien keine Konkurrenten, sondern zwei Schienen, auf denen der Kampagnenzug so richtig Fahrt aufnimmt.

 


«KMU-Marketing klipp und klar» – unter diesem Motto stand das 19. Unternehmerforum. Die Besucher waren eingeladen, ihre drängendsten Fragen mitzubringen – und sie von den anwesenden Experten life beantworten zu lassen. Dabei kamen weit mehr Fragen zusammen, als am Unternehmerforum behandelt werden konnten. Die übrig gebliebenen Fragen hat der Erfolgsbeschleuniger-Blog ungefähr im Wochentakt beantwortet. Dieses war die letzte Frage. Ab jetzt kümmern wir uns wieder um andere brennende Themen. 

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Ein Gedanke zu „Frage 16: Printmedien oder Web?“

  1. Lesenswerte Überlegungen, Oliver. Und Danke für all die kompetenten Antworten auf die Fragen aus dem letzten Unternehmerforum.

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