Snapchat und Instagram für Unternehmen

Die aktive Facebook-Nutzerschaft in der Schweiz wird immer grösser – und älter. Wobei «älter» in der Welt der Social Media Menschen im Alter zwischen 20 und 29 meint. In dieser Alterskategorie legt Facebook nach wie vor am stärksten zu. Gemäss den Zahlen, die sich über den Facebook-AdManager abrufen lassen, zählte Facebook am Ende des ersten Quartals 2016 in der Schweiz 3,7 Millionen Nutzer. Das waren nochmal 4 % mehr als ein Quartal zuvor. X-fach totgesagt, gewinnt das Netzwerk also weiter an Relevanz. Bereits 43 % der Schweizer Bevölkerung tummelt sich auf Facebook.

Dennoch: Bei den «Jungen und ganz Jungen» spielt die Musik anderswo. Facebook ist bei ihnen nahezu bedeutungslos. Zu kompliziert. Zu viel Text. Zu viele Links. Dasselbe gilt für Twitter. Die Altersgruppe der Unter-20-Jährigen schätzt die schnelle, sinnlich-kreative – und auch flüchtige Kommunikation. Und die liefern neuere Social-Media-Apps wie Instagram und Snapchat. Bei beiden steht das Bild bzw. Bewegtbild im Zentrum. Und beide sind vergleichsweise jung – Instagram ist erst seit 2010 in Apples App Store erhältlich. Snapchat ist noch jünger. Doch beide Dienste sind Facebook dicht auf den Fersen. Instragram zählt aktuell 400 Millionen Nutzer (Facebook 1,6 Milliarden). Snapchat zählt aktuell 100 Millionen Nutzer. Doch die sind besonders aktiv. Snapchat bringt es auf mehr als sieben Milliarden Video-Views am Tag. Trotz deutlich mehr Nutzern schafft Facebook nur wenig mehr, nämlich acht Milliarden. Nicht zuletzt darum integriert und testet Facebook gegenwärtig Snapchat-typische Funktionen. Erst einmal nur in Frankreich. Später voraussichtlich flächendeckend. Snapchat ist Facebooks Angstgegner.

Bild_Instagram_Snapchat

Die neuen Wilden

Das am schnellsten wachsende Soziale Netzwerk ist Snapchat. Und es will vor allem eines sein: Kein soziales Netzwerk. Snapchat ist Social Media in gasförmigem Zustand. Extrem flüchtig. Jedes Foto, jedes Video – also jeder «Snap» – kann während maximal 24 Stunden angesehen werden. Einmal. Für maximal 10 Sekunden. Dann ist es weg.

So setzt Snapchat ein Gegengewicht zu gängigen Online-Inhalten, die meist ein Leben lang auffindbar bleiben, selbst wenn man das nicht möchte. Durch die kurze Lebensdauer der «Snaps» eignet sich Snapchat darum sehr gut für schnelle Wettbewerbs-Aktionen. Die Teilnahmebereitschaft ist mit Snapchat tendenziell höher als bei Facebook, weil die Nutzer wissen, dass ihr Beitrag nur kurzzeitig sichtbar ist. Natürlich gibt es Tricks, die «Snaps» dennoch festzuhalten, das wissen auch die Nutzer. Und zwischenzeitlich bietet Snapchat Werbetreibenden Möglichkeiten an, die Halbwertzeit ihrer Botschaften zu erhöhen. Doch davon ein andermal.

Grundsätzlich schaffen visuelle Inhalte einen emotionalen und direkten Zugang zur Zielgruppe. Das macht auch Instragram für Unternehmen und Werbetreibende interessant. Und die kommerzielle Nutzung gestaltet sich ein wenig leichter als bei Snapchat. Instragram bietet «Like-» und Kommentarfunktionen, wie man sie von Facebook kennt. Allerdings spielen sie eine untergeordnete Rolle. Im Zentrum steht das Bild.

Adidas, als Beispiel, nutzt die Social-Media-Plattform vorbildlich. Zugeschnitten auf verschiedene Interessengruppen, bietet der Sportartikelhersteller auf Instagram Dutzende Kanäle an. Soccer, Running, Skateboarding, Originals usw. Jeder «Kanal» mit einem eigenen Fokus und einer eigenen Bildsprache. Jeder millionenfach abonniert.

Wenn ein Bild mehr sagt als tausend Worte

Kurz gesagt: Instragram eignet sich überall da, wo ein Bild/ein Video mehr sagt als tausend Worte. Das funktioniert nicht nur bei Giganten. Das funktioniert auch beim lokalen Blumengeschäft, das laufend seine neusten Kreationen ins digitale Schaufenster stellen möchte. Beim Möbelschreiner. Beim Konditor. Beim Schneider. Auch die Tourismusbranche hat Instagram für sich entdeckt. Zwei Beispiele: Zürich Tourismus und die Rhätische Bahn. Beide setzen auf sogenannte Instagram-Influencer. Meinungsführer also, die aufgrund ihrer Reputation und Reichweite innerhalb von Instagram interessante Markenbotschafter sind.

Klares Konzept und Ideen gefragt

Die schöne neue Social-Media-Welt ist kreativ und spielerisch. Ein Post ist schnell erstellt und die Wirkung oft erstaunlich. Dennoch und gerade deshalb: Es braucht ein Gesamtkonzept. Aus dem Bauch heraus ist gut – clever mit anderen Massnahmen verknüpft und einheitlich in der Sprache (Wort und Bild) ist besser. Bewusst gesetzte Links und aussagekräftige, kurze Texte fördern den Dialog mit potenziellen Kunden.

Gerne unterstützen wir Sie dabei. Denn überraschende Ideen sind heute wichtiger denn je.

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