Weiterhin im Trend: Erklärvideos

Erinnern Sie sich noch an die vergangenen beiden Unternehmerforen von Ströbele Kommunikation? Beide Male ein grosses Thema: Der Einsatz von Videos im Marketing-Mix von kleinen und mittleren Unternehmen. Damit hat Ströbele mal wieder den Nerv der Zeit getroffen, denn Erklärvideos sind und bleiben gefragt. Das hat handfeste Gründe: Von der Suchmaschine bis zum Website-User – Videos wirken auf Maschine und Mensch magnetisch. Als Schweizer Pioniere in Sachen Online-Erklärvideos hatten die Profis von Nemuk  schon beim 18. Unternehmerforum viel Spannendes zu diesem Thema zu berichten. In diesem Jahr stand das Start-up-Unternehmen Schnidknecht im Rampenlicht des Unternehmerforums. Und wieder waren bewegte Bilder das Thema. Denn Schnidknecht hat eine Erfindung gemacht, die sich schlecht erklären – aber leicht im Video zeigen lässt.

Zeigen statt erklären

Zweifellos ein guter Weg, um Inhalte zu veranschaulichen. Dabei muss es nicht immer der kostspielige Fernsehspot oder der aufwendige Unternehmensfilm sein. Die Magnetwirkung von Videos können kleinere Unternehmen auch mit dem Einsatz von kurzen Erklärfilmen für sich nutzen: Die Klickrate bei Videos ist um 41% höher als bei Textinhalten. Zudem verweilen die Nutzerinnen und Nutzer auf einer Website mit Video-Content länger – 80% von ihnen sogar mindestens zwei Minuten. Google liebt das! Im Hinblick auf Suchmaschinenoptimierung gehört Video-Content darum zwingend auf jede Website. Erklärvideos sind ein vergleichsweise einfaches und vor allem bezahlbares Mittel, um Produkte und Dienstleistungen erfolgreich in Szene zu setzen. Die ein bis drei Minuten kurzen Videos haben gegenüber langen Texterklärungen einen entscheidenden Vorteil: Weil unser Gehirn visuell veranlagt ist, verarbeitet es Bilder und Videos 60’000 Mal schneller als schriftliche Inhalte. Die Menschen verstehen Erklärungen in Form von Videos einfach schneller und besser.

 

Erklaerungsvideo

 

Wie entsteht ein Erklärvideo?

Am Anfang steht das Briefing. Wie bei jeder anderen Werbemassnahme müssen zunächst die Haupt- und Nebenbotschaften definiert werden. Ganz wichtig ist das kommunikative Ziel: Was soll das Erklärvideo genau erreichen? Wer ist der Absender? Damit Ihr Erklärvideo die notwendige Relevanz bekommt, sollten Sie die Welt Ihrer Zielgruppe genau kennen und beschreiben. Schliesslich spielt der Nutzen des Produkts oder der Dienstleistung eine wichtige Rolle. 

Anschliessend geht es um Stil und Story. Wie soll Ihr Erklärfilm aussehen? Soll es Realfilm sein, ein Comic oder eher eine Collage? Möchten Sie die Legetechnik verwenden, bei der Figuren und Objekte aus Papier ausgeschnitten, auf eine horizontale Fläche gelegt und bewegt werden, während eine Kamera von oben filmt? Oder bevorzugen Sie den dynamischen Whiteboard-Stil, bei dem direkt von Hand gezeichnet wird? Eine Kamera filmt die Entstehung der Zeichnung, was die Spannung dieses Stils ausmacht. Wahlweise kann ein Whiteboard als Hintergrund dienen, ein Karton oder eine Kreidetafel. Es gibt viele unterschiedliche Stile und Möglichkeiten. Lassen Sie sich beraten. Und welche Geschichte soll Ihr Erklärvideo erzählen? Wie sehen die Charaktere aus und was wollen sie? Was sagt der Sprecher oder die Sprecherin genau? Die Antworten auf diese Fragen materialisieren sich schliesslich im Storyboard. Das können Sie entweder selbst schreiben, oder Sie beauftragen Ihre Agentur oder Ihren Texter. Schliesslich wählen Sie noch eine Sprecherstimme aus. Dann geht es an die Umsetzung mit Reinzeichnungen, Sounddesign, Tonaufnahmen, Animationen und Schnitt.

Witzige Comics, kurze Stories und harte Fakten

Erklärvideos folgen konsequent einem Prinzip: Fokussierung auf Inhalt. Eine Sprecherin oder ein Sprecher vermittelt dabei anhand von einfachen Zeichnungen, Bildern und Animationen die mehr oder weniger komplexe Information. Für die emotionale Einbindung des Zuschauers werden die Inhalte in relevante Geschichten verpackt oder in witzigen Comics präsentiert. Keine unnötigen Elemente stören dabei die Konzentration auf den zu vermittelnden Inhalt. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Themen aus Wissenschaft, Gesellschaft und Politik handelt oder ob das Erklärvideo ein Produkt oder Unternehmen beleuchtet. Mit Text, Bild und Ton lässt sich schnell, preiswert und professionell nahezu alles verständlich und ansprechend erklären.

Happy End mit Aha-Effekt

Nicht zu unterschätzen ist der Unterhaltungswert eines Erklärvideos. Je unterhaltsamer der Film, desto stärker sind seine Wirkung und magnetische Kraft. Bei aller Unterhaltung darf aber das eigentliche Ziel des Erklärvideos nicht aus den Augen verloren werden: Inhaltsvermittlung. Das Happy End ist sozusagen der Aha-Effekt auf Zuschauerseite. «Aha! So ist das.», «Aha! Das ist die Lösung für mein Problem.» Oder «Aha! Das muss ich jetzt also tun, um dieses oder jenes zu erreichen.» Legen sie bereits im Briefing fest, wie der Aha-Effekt bei Ihrem Video aussehen soll.

Auf den Sharefaktor kommt es an

Im Marketing-Mix sind Erklärvideos ganz flexibel einsetzbar. Sie können Unternehmen helfen, zum Beispiel auf einer Messe, die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich zu ziehen, sie können in der internen Kommunikation eingesetzt werden, das Herzstück einer Landingpage im Rahmen einer Kampagne bilden, die Homepage eines Unternehmens oder einer Marke aufwerten oder in eine Social-Media-Kampagne eingebunden und geteilt werden. Besonders pfiffige Erklärvideos werden mit etwas Glück sogar viral und verbreiten somit kostenlos die Botschaft des Absenders. Erklärvideos mit hohem Sharefaktor sind für die Kundengewinnung und -bindung Gold wert. Virale Videos erhöhen die Reichweite und machen aus Interessenten echte Fans und letztlich Kunden. Leider lässt sich der Viral-Effekt nicht garantieren, weil er von vielen unbekannten Faktoren abhängt. Profis sorgen aber dafür, dass Ihr Erklärvideo einen hohen Sharefaktor hat und somit die besten Voraussetzungen mitbringt, um im richtigen Moment viral zu werden. Und jetzt: Film ab!

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